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D – Die Romanwelt von Vinland

Die Romanwelt von „Zurück in Vinland“ verbindet eine eigenständige Erzählung mit einer historisch überlieferten Epoche. Küstenlandschaften, Wälder, Flüsse und Seen bilden die natürliche Umgebung, in der sich die Geschichte entfaltet.

Im Mittelpunkt stehen Pyuk und Kelan. Zu Beginn erreicht eine kleine Gruppe von Wikingern mit ihrem Schiff die Küste Nordamerikas. Pyuk befindet sich unter den Männern, die in dem unbekannten Land zunächst einen Lagerplatz errichten und ihre Umgebung erkunden.

Erst nach der Abreise der Wikinger verlagert sich der Mittelpunkt der Handlung in die Lebenswelt Kelans und einer Dorfgemeinschaft an der Küste des südlichen Labradors.

Beide Handlungsräume gehören zu derselben Landschaft, bleiben jedoch voneinander getrennt. Pyuk bildet die Verbindung zwischen der Welt der angekommenen Wikinger und der Lebenswelt Kelans.

Die geografischen und historischen Grundlagen wurden sorgfältig recherchiert. Die konkreten Orte, Figuren und Ereignisse gehören jedoch zur fiktiven Welt des Romans. „Zurück in Vinland“ erzählt keine Rekonstruktion einer bestimmten historischen Expedition, sondern eine eigene Geschichte innerhalb eines glaubwürdig gestalteten historischen Rahmens.

Der zeitliche Rahmen

Die Handlung von „Zurück in Vinland“ spielt um das Jahr 1000 nach Christus.

Diese Epoche wurde bewusst gewählt. In dieser Zeit erreichten Wikinger von Grönland aus die Küsten Nordamerikas. Ihre historisch belegten Fahrten bilden den zeitlichen Rahmen, in den sich die Romanhandlung einfügt.

Die Wikingergruppe um Erik gehört zur fiktiven Geschichte. Ihre Fahrt ist keiner bestimmten historisch überlieferten Expedition zugeordnet. Dadurch kann der Roman einen eigenen erzählerischen Weg in jene Region entwickeln, die später als Vinland bekannt wurde.

Der zeitliche Rahmen prägt alle Lebensbereiche der Figuren. Entfernungen werden zu Fuß oder mit Booten überwunden. Nachrichten verbreiten sich durch persönliche Begegnungen. Das Wissen über entfernte Gebiete beruht auf den Erfahrungen und Erzählungen der Menschen, die diese Orte selbst gesehen haben.

Für die Wikinger beginnt hinter der Küste ein unbekanntes Land. Sie müssen geeignete Lagerplätze finden, Trinkwasser suchen und ihre Vorräte sichern. Pflanzen, Tiere und Landschaftsformen müssen beobachtet und mit den bisherigen Erfahrungen verglichen werden.

Für die Menschen, die in dieser Region leben, ist dieselbe Umgebung vertraut. Sie kennen die Gewässer, die Wege durch das Land, die jahreszeitlichen Veränderungen und die Gebiete, in denen Nahrung gefunden werden kann.

Auf diese Weise treffen innerhalb des Romans unterschiedliche Formen des Wissens aufeinander. Die einen müssen sich eine unbekannte Landschaft erst erschließen. Die anderen bewegen sich in einer Umgebung, die seit Generationen zu ihrem Leben gehört.

Am Ende des Romans nähert sich die fiktive Handlung der historischen Wirklichkeit an. Am Horizont erscheint erneut ein Segel. Fremde Männer erreichen das Land und gehen an der Küste an Land.

Der Roman legt nicht fest, um welche konkrete Gruppe oder Fahrt es sich handelt. Diese Ankunft steht für die historisch überlieferten Fahrten der Wikinger in die Region um Neufundland und Labrador.

Damit öffnet sich die Romanhandlung am Schluss zu einem größeren geschichtlichen Zusammenhang. Die fiktive Welt des Romans berührt die historische Überlieferung, ohne eine bestimmte Expedition oder historische Person zu benennen.

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Die Orte

Die Handlung von „Zurück in Vinland“ spielt im Nordosten Nordamerikas. Der geografische Rahmen umfasst die Region Labrador und die vorgelagerte Insel Neufundland.

Die gesamte Handlung, die sich in Nordamerika ereignet, ist im südlichen Labrador angesiedelt. Die genaue Festlegung auf diesen Teil der Region erfolgte erst während der zweiten Durchsicht, als der Roman bereits fertiggestellt war.

Der Grund dafür lag in einem scheinbar nebensächlichen Detail der Geschichte.

An mehreren Stellen wird beiläufig davon erzählt, dass Hunde durch das Dorf laufen. Sie werden nicht besonders hervorgehoben oder erklärt, sondern gehören ganz selbstverständlich zum alltäglichen Bild der Dorfgemeinschaft.

Bei der historischen Überprüfung dieses Details zeigte sich, dass Hunde in der gewählten Epoche im südlichen Labrador zum Alltag der Menschen gehören konnten. In anderen Teilen der weiteren Region waren sie dagegen deutlich seltener und eher die Ausnahme.

Damit entstand eine Entscheidung: Entweder hätten die Hunde nachträglich aus dem bereits fertiggestellten Roman entfernt werden müssen, oder die Handlung musste innerhalb Labradors genauer verortet werden.

Die Geschichte wurde deshalb im südlichen Labrador angesiedelt. Auf diese Weise konnten die Hunde als selbstverständlicher Bestandteil des Dorflebens erhalten bleiben, ohne im Widerspruch zu den historischen Erkenntnissen über die Region zu stehen.

Dieses Beispiel zeigt, wie selbst kleine Einzelheiten der Romanwelt überprüft wurden und Einfluss auf die endgültige Gestaltung des Schauplatzes erhielten.

Die Landschaft des südlichen Labradors wird durch Küsten, Wälder, Flüsse, Bäche und Seen geprägt. Offene Flächen wechseln sich mit dichter bewachsenen Gebieten ab. Das Meer verbindet die Küste mit weit entfernten Ländern, während das Landesinnere von Wegen bestimmt wird, die vor allem den dort lebenden Menschen vertraut sind.

Die Wikinger landen an der Küste des südlichen Labradors. Auch das Fischerdorf, in dem Kelan und die übrigen Dorfbewohner leben, liegt an der Küste, befindet sich jedoch in einiger Entfernung vom Landeplatz der Wikinger.

Zwischen beiden Orten erstreckt sich eine Landschaft aus Wäldern, Bächen und offenen Flächen. Die Wikingergruppe und die Dorfgemeinschaft begegnen sich im Verlauf der Handlung nicht. Pyuk bildet die einzige unmittelbare Verbindung zwischen den beiden getrennten Handlungsräumen.

Für die Wikinger ist die Küste der erste sichtbare Teil des unbekannten Landes. Sie müssen einen geeigneten Platz zum Anlanden finden, ein Lager errichten, Trinkwasser suchen und die Umgebung erkunden.

Bereits die Wahl eines Lagerplatzes hängt davon ab, wie sie die Landschaft einschätzen. Sie beobachten das Gelände, achten auf mögliche Gefahren und versuchen, Hinweise auf andere Menschen zu erkennen.

Bäche können Trinkwasser liefern und zugleich eine Richtung durch das Gelände vorgeben. Rauch in der Ferne kann auf die Anwesenheit von Menschen hinweisen. Spuren an Bäumen oder zurückgelassene Feuerstellen können zeigen, dass eine Gegend bereits genutzt wird.

Auch die Tierwelt gehört zu dieser Umgebung. Fische, Vögel und größere Wildtiere sind Teil der Landschaft. Sie können Nahrung versprechen, aber auch Gefahren ankündigen.

Für die Bewohner des Dorfes besitzt dieselbe Landschaft eine andere Bedeutung. Sie kennen die Fischgründe, die Wege zwischen den Siedlungen und die Gebiete, in denen Tiere oder bestimmte Pflanzen zu finden sind.

Das Dorf bildet einen zentralen Ort der Romanwelt. Hier leben Familien und weitere Mitglieder der Gemeinschaft zusammen. Von hier aus brechen die Menschen zum Fischfang, zur Jagd, zum Sammeln oder zu Reisen in andere Dörfer auf.

Neben dem zentralen Fischerdorf existieren weitere Siedlungen. Menschen besuchen einander, tauschen Nachrichten aus und nehmen an größeren Zusammenkünften teil. Die Romanwelt reicht dadurch über den unmittelbaren Schauplatz des Dorfes hinaus.

Die im Roman beschriebenen Orte orientieren sich an den natürlichen Gegebenheiten des südlichen Labradors. Sie sind jedoch keine Nachbildungen konkreter historischer Siedlungen.

Das Dorf, der Landeplatz der Wikinger, die Wege und die weiteren Schauplätze wurden eigens für die Handlung entwickelt. Die Landschaft bleibt dadurch geografisch glaubwürdig, ohne an einen einzelnen historisch überlieferten Ort gebunden zu sein.

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Die Figuren

Die Figuren von „Zurück in Vinland“ gehören unterschiedlichen Lebenswelten an. Im Zentrum stehen Pyuk und Kelan. Um sie herum entfalten sich die Geschichte der Wikingergruppe und das Leben der Dorfgemeinschaft.

Die Beziehungen zwischen den Figuren werden im Roman nach und nach sichtbar. Die einzelnen Personen werden deshalb nicht allein durch ihre Herkunft oder ihre Stellung bestimmt. Entscheidend sind ihre Erfahrungen, ihre Handlungen und die Art, wie sie ihre Umgebung und die Menschen um sich herum wahrnehmen.

Pyuk und Kelan

Pyuk erreicht die Küste Nordamerikas gemeinsam mit einer kleinen Wikingergruppe. Für die Männer, mit denen er reist, bleibt vieles an seiner Vergangenheit unbekannt.

Er beobachtet Menschen und Situationen aufmerksam. Er spricht ruhig, erzählt Geschichten und nimmt Zusammenhänge wahr, die anderen zunächst verborgen bleiben.

Pyuk drängt sich nicht in den Vordergrund. Dennoch gewinnt seine Einschätzung für die Wikinger zunehmend an Bedeutung. Seine Erfahrungen unterscheiden ihn von den Männern, die ihn begleiten.

Kelan gehört zur Lebenswelt des Fischerdorfes. Er ist mit der Landschaft, den Gewässern und den Aufgaben der Gemeinschaft vertraut.

Innerhalb des Dorfes wird er als ruhig, zuverlässig und angesehen wahrgenommen. Er übernimmt Verantwortung und gehört zu den Menschen, deren Beobachtungen bei gemeinsamen Entscheidungen Gewicht besitzen.

Pyuk und Kelan führen den Leser zunächst durch zwei getrennte Bereiche der Romanwelt. Durch sie verändert sich die Perspektive auf dieselbe Landschaft.

Was aus Sicht der Wikinger zunächst fremd und unbekannt erscheint, wird durch Kelan und die Dorfgemeinschaft als vertrauter Lebensraum sichtbar.

Die Wikinger

Erik ist der Anführer der Wikingergruppe. Er ist ruhig, erfahren und besonnen.

Auch in unbekannten Situationen versucht er, Beobachtungen sorgfältig gegeneinander abzuwägen. Pyuk begegnet er mit Respekt, obwohl ihm bewusst ist, dass dieser vieles über sich selbst nicht erzählt.

Ivar ist breitschultrig und direkt. Gelegentlich reagiert er spöttisch und bringt einen trockenen Humor in die Gespräche der Männer ein.

Håkon gehört zu den jüngeren Mitgliedern der Gruppe. Er ist aufmerksam und wissbegierig. Sein Interesse richtet sich besonders auf Pflanzen, Nahrung und die natürliche Umgebung.

Bjørn ist praktisch veranlagt. Er denkt häufig an Jagd, Vorräte und die unmittelbar notwendigen Arbeiten.

Zur Wikingergruppe gehören außerdem Einar, Ulf, Frittil, Sigurd und Halfdan.

Die Männer bilden keine gleichförmige Gemeinschaft. Jeder von ihnen nimmt das unbekannte Land auf seine eigene Weise wahr. Erfahrungen, Temperament und Aufgaben beeinflussen, wie sie auf neue Situationen reagieren.

Gemeinsam müssen sie das Schiff sichern, ein Lager errichten, Nahrung und Trinkwasser finden und die Umgebung erkunden. Entscheidungen können nur auf der Grundlage dessen getroffen werden, was sie selbst beobachten.

Die unbekannte Küste zwingt sie dazu, vertraute Erfahrungen auf eine neue Landschaft zu übertragen. Dabei entstehen unterschiedliche Einschätzungen darüber, welche Möglichkeiten und welche Gefahren das Land bietet.

Die Dorfgemeinschaft

Zur Dorfgemeinschaft und ihrem näheren Umfeld gehören Kelan, Nari, Ala, Sela, Norkan, Arel, Makon, Orak, Nalea, Areni und Joran.

Makon gehört zu den angesehenen Männern des Dorfes. Er übernimmt Verantwortung und ist an wichtigen Entscheidungen beteiligt. Dabei handelt er ruhig und überlegt.

Sein Einfluss beruht nicht allein auf seiner Stellung. Entscheidend ist das Vertrauen, das ihm die anderen Bewohner aufgrund seiner Erfahrung und seines Verhaltens entgegenbringen.

Orak ist ein erfahrener Fischer. Er arbeitet regelmäßig mit anderen Fischern des Dorfes zusammen und gehört zu den verlässlichen Männern der Gemeinschaft.

Nalea ist eine ältere Frau des Dorfes. Sie besitzt umfangreiches Wissen über Pflanzen, Kräuter und deren Verwendung.

Areni lernt seit einiger Zeit bei Nalea. Sie interessiert sich für Heilpflanzen und beobachtet aufmerksam, wie das überlieferte Wissen angewendet wird.

Nari ist herzlich, aufmerksam und klug. Sie besitzt ein feines Gespür für die Menschen in ihrer Umgebung und gehört zu den Figuren, die das soziale Leben im Dorf prägen.

Sela ist neugierig, offen und lebensfroh. Sie begegnet den Menschen und ihrer Umgebung mit großer Aufmerksamkeit.

Norkan befindet sich im Übergang vom Kind zum jungen Mann. Er hat bereits an einer größeren Ausfahrt mit den Fischern teilgenommen und beginnt, zunehmend Aufgaben der Erwachsenenwelt kennenzulernen.

Arel ist ruhig und aufmerksam. Er nimmt vieles wahr und spricht häufig erst dann, wenn seine Beobachtung für ihn eine Bedeutung erhalten hat.

Joran ist etwas jünger als Norkan. Er interessiert sich für den Fischfang und beobachtet die älteren Jungen und Männer bei ihren Aufgaben.

Ala gehört ebenfalls zum engeren Kreis der Romanfiguren. Ihre Bedeutung und ihre Beziehungen zu anderen Menschen entwickeln sich im Verlauf der Geschichte.

Nima und Tarek leben in einem anderen Dorf. Durch ihre Verbindungen zu Figuren aus dem zentralen Fischerdorf wird sichtbar, dass die Gemeinschaft nicht für sich allein steht.

Die verschiedenen Figuren bilden ein Geflecht aus Bekanntschaften, Freundschaften, gemeinsamem Wissen und gegenseitiger Verantwortung. Viele ihrer Beziehungen entstehen nicht durch große Erklärungen, sondern durch alltägliche Begegnungen und gemeinsames Handeln.

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Das Leben in der Dorfgemeinschaft

Das Fischerdorf ist in „Zurück in Vinland“ mehr als ein Schauplatz. Es bildet den sozialen Mittelpunkt eines großen Teils der Romanhandlung.

Hier leben Menschen unterschiedlichen Alters zusammen. Sie teilen Aufgaben, geben Erfahrungen weiter und tragen gemeinsam zur Versorgung der Gemeinschaft bei.

Das tägliche Leben richtet sich nach den natürlichen Bedingungen. Wetter, Jahreszeiten, Tierwanderungen und die Verfügbarkeit von Pflanzen und Nahrungsmitteln bestimmen, welche Arbeiten zu einer bestimmten Zeit notwendig sind.

Der Fischfang gehört zu den wichtigsten Grundlagen des Dorflebens. Er verlangt Erfahrung, Kenntnisse über die Gewässer und eine zuverlässige Zusammenarbeit.

Die Fischer müssen wissen, zu welchen Zeiten bestimmte Fangplätze aufgesucht werden können und wie sich Wetter und Strömungen verändern. Die gewonnenen Nahrungsmittel dienen nicht nur einzelnen Menschen, sondern tragen zur Versorgung der gesamten Gemeinschaft bei.

Auch die Jagd und das Sammeln gehören zum Alltag. Die Bewohner müssen wissen, wo Tiere zu finden sind, welche Pflanzen genutzt werden können und zu welcher Jahreszeit bestimmte Nahrungsmittel verfügbar sind.

Beeren, Kräuter und andere Pflanzen können unmittelbar verwendet oder für einen späteren Zeitpunkt vorbereitet werden. Manche Pflanzen dienen der Ernährung, andere werden bei Verletzungen oder Krankheiten eingesetzt.

Das Wissen über Kräuter und Heilpflanzen besitzt deshalb eine besondere Bedeutung. Nalea gibt ihre Kenntnisse an Areni weiter. Dadurch wird sichtbar, dass Wissen innerhalb der Gemeinschaft bewahrt und von einer Generation an die nächste übertragen wird.

Auch die Kinder und Jugendlichen wachsen schrittweise in die Aufgaben des Dorfes hinein. Sie lernen nicht nur durch Erklärungen, sondern vor allem durch Beobachtung und Beteiligung.

Zunächst begleiten sie ältere Kinder oder Erwachsene. Später übernehmen sie selbst kleinere Tätigkeiten. Mit zunehmender Erfahrung wächst auch ihre Verantwortung.

Norkan hat bereits an einer größeren Ausfahrt mit den Fischern teilgenommen. Joran beobachtet die Tätigkeiten der älteren Jungen und Männer. Areni lernt den Umgang mit Kräutern und Heilpflanzen.

Auf diese Weise wird Wissen nicht in einem abgegrenzten Unterricht vermittelt. Es entsteht im Alltag, bei gemeinsamen Arbeiten, auf Wegen durch die Landschaft und in Gesprächen zwischen den Generationen.

Die Aufgaben innerhalb des Dorfes sind verteilt, ohne dass jeder Mensch ausschließlich für einen einzigen Bereich zuständig ist. Alter, Erfahrung, Wissen und körperliche Möglichkeiten beeinflussen, wer eine bestimmte Tätigkeit übernimmt.

Auch Entscheidungen entstehen innerhalb der Gemeinschaft. Angesehene und erfahrene Menschen bringen ihre Beobachtungen ein und besprechen, wie mit einer Situation umgegangen werden soll.

Verantwortung beruht dabei nicht nur auf einer formalen Stellung. Sie entsteht aus Erfahrung, Zuverlässigkeit und dem Vertrauen, das sich ein Mensch im Laufe seines Lebens erworben hat.

Das Zusammenleben reicht über einzelne Familien hinaus. Nachbarschaft, Freundschaften und gemeinsame Aufgaben verbinden die Bewohner miteinander.

Auch zu anderen Dörfern bestehen Beziehungen. Menschen besuchen einander, tauschen Nachrichten aus und nehmen an größeren Zusammenkünften teil.

Solche Treffen dienen dem Austausch von Waren, der Pflege bestehender Beziehungen und der Besprechung gemeinsamer Angelegenheiten. Auch Lieder, Spiele und Erzählungen gehören zu diesen Zusammenkünften.

Geschichten bewahren Erinnerungen und vermitteln Erfahrungen. Sie berichten von Menschen, Orten und vergangenen Ereignissen. Gleichzeitig schaffen sie gemeinsame Momente, in denen die Gemeinschaft durch das Erzählen und Zuhören verbunden ist.

Hunde gehören selbstverständlich zum Bild des Dorfes. Sie laufen zwischen den Menschen und den Häusern umher und werden nicht als Besonderheit behandelt.

Gerade diese beiläufige Darstellung war für die spätere genaue Verortung der Romanhandlung von Bedeutung. Innerhalb der erzählten Welt bleiben die Hunde jedoch einfach ein alltäglicher Bestandteil des Dorflebens.

Die Dorfgemeinschaft wird weder als unberührte Idylle noch als dauernder Überlebenskampf dargestellt. Ihr Leben besteht aus Arbeit, Familie, Erfahrung, Gefahren, gegenseitiger Hilfe und den vielen alltäglichen Handlungen, durch die eine Gemeinschaft bestehen kann.

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Die Namen

Für viele Figuren der Romanwelt existieren keine historisch überlieferten Namen. Deshalb wurden zahlreiche Namen eigens für „Zurück in Vinland“ entwickelt.

Von Beginn an wurde darauf geachtet, dass sich die Namen glaubwürdig in die fiktiven Gemeinschaften des Romans einfügen und innerhalb der Romanwelt stimmig wirken.

Dabei bestand nicht der Anspruch, historisch belegte Namen nachzubilden. Entscheidend war ein einheitliches und nachvollziehbares Namensbild.

Namen wie Pyuk, Kelan, Nari, Sela, Norkan, Arel, Makon, Areni, Nalea, Orak und Joran gehören zu diesem eigens entwickelten System.

Sie unterscheiden sich voneinander, weisen aber zugleich sprachliche und klangliche Gemeinsamkeiten auf. Dadurch entsteht der Eindruck, dass sie innerhalb verwandter Gemeinschaften verwendet werden.

Mit jeder neu hinzukommenden Figur entwickelte sich dieses Namenssystem weiter. Neue Namen wurden so gewählt, dass sie sich an den bereits vorhandenen Namen orientieren.

Auf diese Weise entstand nach und nach ein geschlossenes Namensbild, das die Dorfgemeinschaft und ihr weiteres Umfeld prägt.

Auch einzelne Namen, die sich bewusst etwas vom übrigen Klangbild unterscheiden, bleiben Teil dieses Systems. Sie erweitern es, ohne seinen grundlegenden Charakter aufzulösen.

Die Wikinger tragen dagegen Namen wie Erik, Ivar, Håkon, Bjørn, Einar, Ulf, Frittil, Sigurd und Halfdan.

Bereits durch den Klang ihrer Namen unterscheiden sie sich von den Menschen, die in Nordamerika leben. Die unterschiedlichen Namenswelten machen hörbar, dass im Roman verschiedene Gemeinschaften nebeneinanderstehen.

Die Namen unterstützen damit die Orientierung innerhalb der Geschichte. Die Zugehörigkeit einer Figur wird bereits durch ihren Namen erkennbar, ohne dass ihre Herkunft bei jedem Auftreten erneut erklärt werden muss.

So entstand für „Zurück in Vinland“ ein Namenssystem, das gemeinsam mit der Geschichte gewachsen ist und der Romanwelt einen eigenen, wiedererkennbaren Klang verleiht.

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